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Auf der Nordinsel erwarteten uns
Vulkane im Tongariro-Nationalpark,
Thermalgebiete und Maori-Kultur
rund um Rotorua, Baumriesen im
Norden und Weltstadt-Flair in Auckland.   
                                                                                                       
                      


 Von der Fähre aus, die etwa 1 3/4 Stunden braucht,
 um  die Cook-Strait zu überqueren, bekommt man
 einen ersten  Eindruck von Wellington. Die Gründung
 der Stadt geht ins Jahr 1840 zurück, 1865 löst 
 Wellington Auckland als Huptstadt des Landes ab.



Wer sich einen Überblick verschaffen will, fährt mit der Cable Car hinauf zur Kelburn Station. Aus 120 Meter Höhe hat man einen wunderschönen Blick auf die Stadt und ihre Umgebung. Für den Fußweg zurück in die City bietet sich ein Gang durch den Botanischen Garten an.         
                                                                                                                                       
Das moderne Wellington ist Zentrum von Politik, Verwaltung und Finanzwirtschaft, ist aber mit seinen 350.000 Einwohnern nur rund ein Drittel so groß wie das wirtschaftlich bedeutendere Auckland.
Seit 1998 beheimatet Wellington das Nationalmuseum "Te Papa", was soviel wie "Schatzkiste" bedeutet. Ein Besuch ist wirklich lohnenswert.




   moderne Maori-Kunst im
   Nationalmuseum "Te Papa"
   in Wellington


Uns zog es weiter in Richtung Norden.
Wir folgten dem Wanganui-River ins
Landesinnere und erlebten einen der
landschaftlich schönsten Abschnitte
dieser Reise.                                                             
                              
   

     Bereits von weitem ist der
     Mount Ruapehu mit seiner
     schneebedeckten Südseite
     auszumachen, einer von drei
     Vulkanen des Tongariro-
     Nationalparks, der seit 1991
     zum Weltkulturerbe der
     UNESCO zählt..


Als Ausgangspunkt für Ausflüge und Wanderungen
bietet sich Whakapapa Village in 1100 Meter Höhe an.
Das „Grand Chateaux“, Ende der 1920er Jahre nach
dem Vorbild kanadischer Luxusherbergen gebaut,
beherrscht die Szenerie.                                                      
               
                                              
Mount Ruapehu ist trotz seiner Unberechenbarkeit
– die letzte Aktivität datiert aus dem Jahr 1996 -
in der Wintersaison ein beliebtes Skigebiet.
Per Lift erreicht man in 2000 Meter Höhe das
„Knoll  Ridge Chalet“ als Startpunkt für geführte
Touren zur  2672 Meter hoch gelegenen
„Dome Shelter“- Hütte mit Blick auf den
brodelnden Kratersee.
 

Wer sich das nicht zutraut, kann zum Beispiel auf gut
ausgebauten Wegen zu den Silica Rapids wandern.
Durch unberührte, vielfältige Natur folgt der Pfad einem
Bachlauf, dessen Wasser Minerale aus dem
Vulkangestein mit sich führt und das Bachbett durch
seine Ablagerungen in die prächtigsten Farben
taucht. An den Stromschnellen sorgt das Silicat für eine
kräftige Gelb-Färbung.  
                                                                                                                                                                         

Die Reiseroute führte jetzt in
Richtung Nordosten, vorbei
am Lake Taupo, dem größten
Binnensee Neuseelands.
Christels feine Nase bemerkte
schon hier den leichten Geruch
von Schwefel. Wir näherten uns
den Thermalgebieten rund um
Rotorua. Geothermische Kräfte
werden zur Stromerzeugung genutzt.
                                                                                     
                                                                 
Je weiter wir in Richtung Rotorua vorankamen, desto penetranter wurde der Schwefelgeruch. Im Waiotapu Thermal Wonderland und im Waimangu Volcanic Valley gerieten wir an die Quelle dieses Übels. Hier dampft, zischt, sprudelt und blubbert es aus jeder Erdspalte, die Natur zaubert eine fantastische wenn auch übelriechende Farbenpracht in die Landschaft. Wo sonst wenn nicht hier wird einem deutlich, wie dünn eigentlich die Erdkruste ist, auf der wir leben.
               "Champagner-Pool"
                   in Waiotapu
                Sinterterrassen
                 in Waimangu


Bevor wir uns in Rotorua
umsahen,flogen wir zum
Mount Tarawera, einem
1100 Meter hohen Vulkan
südöstlich der Stadt, dessen
gewaltige Krater bei einem
Ausbruchim Jahre 1886 entstanden.




Auf dem Rückflug wird aus 
der Luft deutlich, welch
große Narben die intensive
Forstwirtschaft in der
Landschaft hinterläßt. Die
Bemühungen um
Wiederaufforstung halten
vielerorts mit dem
Kahlschlagnicht Schritt.
                                        
  

Auffälligstes Gebäude in Rotorua ist das 1907 im
Tudor-Fachwerkstil erbaute ehemalige Badehaus, 
umgeben von sorgfältig gepflegten Grünanlagen, den 
Government Gardens.
                                                                                              



Das architektonische Nebeneinander
von historischen Gebäuden aus
viktorianischer Zeit und modernen
Neubauten wirkt nicht störend und
trägt zu einem sehr ausgeglichenen    Gesamteindruck bei.                                 
     
Im Wakarewarewa wird man unter anderem
in der Kunsthandwerkerschule mit den
Fertigkeiten und Gebräuchen der Maori
vertraut gemacht.                                                                                           
Der Pohuto-Geysir auf
dem Außengelände tat
uns den Gefallen, nicht
nur Dampf zu blasen.



 Wir machen jetzt einen großen 
 geographischen Sprung ins 
 Nordland. Dort informierten wir 
 uns in Matakohe im Kauri Museum 
 über das Schicksal dieser riesigen 
 Nadelbäume.                                                                



Die Exponate reichen vom einfachen
Handwerkszeug der Holzfäller über komplette
Sägewerke bis hin zu den wertvollen Endprodukten
aus Kauri-Holz und Kauri-Harz, dem Bernstein Neuseelands.                                                                              
                                                           


Weite Teile des Nordlandes waren mit
dichten Kauri-Wäldern bedeckt. Ungehemmter
Raubbau hat dafür gesorgt, dass es nur noch wenige
alte Exemplare dieser Baumriesen gibt, die heute
unter strengstem Naturschutz stehen. Der größte
unter ihnen, der „Tane Mahuta“, hat einen
Stammumfang von 13,8 Metern und ist
51,5 Meter hoch, sein Alter wird auf 1200 Jahre geschätzt.                                                                    
                                                                                      

Das Nordland bezeichnet sich gern als die Wiege der Nation.
An der Bay of Islands liegt Waitangi. Dieser Ort ist für das
Land von größter historischer Bedeutung, wurde hier doch
im Jahre 1840 der Vertrag zwischen dem Vertreter der
britischen Krone und einer großen Anzahl von
Stammeshäuptlingen geschlossen, der den Maori Sicherheit
gegen Land versprach.                                                                                
                                                                    
       
Auckland, die City of Sails,  bildete den Schlusspunkt unserer Rundreise. Etwa jeder zweite Neuseeländer lebt in einem Radius von 250 Kilometern um Auckland, die Metropolitan Area ist längst über die Stadtgrenzen hinausgewachsen. Die Infrastruktur jedoch ist diesem Wachstum nicht gefolgt, Staus zur Rush-Hour zweimal am Tag sind Beleg dafür.
  Die Skyline der Stadt, die von den Hochhäusern des
  Business Districts geprägt wird, läßt sich am besten
               vom Wasser aus bewundern.
 
Das Land der großen weißen Wolke, wie Neuseeland in der Bildersprache der  Maori genannt wird, hat tief beeindruckt und verlangt (irgendwann) nach Wiederkehr.